Was ist eine «Gnossi»? Genossenschaftswohnung einfach erklärt
«Gnossi» ist Zürideutsch für Genossenschaftswohnung. Was dahintersteckt: Kostenmiete, Mitgliedschaft, Anteilschein, Mitbestimmung und warum Gnossis so begehrt sind.
«Gnossi» (auch «Gnossi-Wohnung») ist der umgangssprachliche Zürcher Ausdruck für eine Wohnung einer Wohnbaugenossenschaft. Gemeint ist eine Mietwohnung, deren Eigentümerin eine Genossenschaft ist, die ihren Mitgliedern gehört.
Die Grundprinzipien
- Kostenmiete: Die Genossenschaft verlangt nur, was Unterhalt, Verwaltung, Finanzierung und Rückstellungen kosten – keine Gewinnmarge. Langfristig liegen die Mieten deutlich unter vergleichbaren Marktmieten.
- Mitgliedschaft: Wer eine Gnossi mietet, wird in der Regel Mitglied und zeichnet Anteilscheine. Mitglieder haben ein Stimmrecht an der Generalversammlung.
- Sicherheit: Genossenschaften kündigen kaum aus wirtschaftlichen Gründen; Wohnungen werden nicht spekulativ verkauft.
- Regeln: Belegungsvorschriften (Personen pro Zimmer), teils Einkommenslimiten (subventionierte Wohnungen), Engagement in der Siedlung.
Gnossi, Stiftung, städtische Wohnung – der Unterschied
Neben Genossenschaften vermieten auch gemeinnützige Stiftungen (z. B. die Stiftung PWG in Zürich) und die Stadt Wohnungen nach Kostenmiete. Für die Suche funktionieren sie ähnlich; eine Mitgliedschaft entfällt meist. Auf Genossenschaftsatlas zeigen wir ausschliesslich Wohnungen von verifizierten gemeinnützigen Bauträgern – keine kommerziellen Vermieter.
Weiter: So findest du eine Gnossi in Zürich.
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